Althütte (pol) – Drei Gipser verunglückten gestern um die Mittagszeit, als an einem Gebäude das Baugerüst einstürzte. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war an dem Gerüst manipuliert worden.

Es war gegen 12.30 Uhr, als die drei Männer, ein Italiener (41), ein Grieche (20) und ein Deutscher (32), auf dem Gerüst an einem Wohn- und Geschäftshaus an der Hauptstraße arbeiteten. Plötzlich stürzte es ein und riss die Männer etwa 2,50 Meter in die Tiefe. Das Gerüst fiel sowohl auf der 12 Meter langen Frontseite als auch an der Seite des Gebäudes in sich zusammen. Der 20-jährige Grieche wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Der 41-jährige Italiener konnte sich mit leichten Verletzungen (Prellungen) retten. Der Deutsche kam mit dem Schrecken davon. An der Unfallstelle waren ein Notarzt, Rettungssanitäter aus Backnang und Ersthelfer des DRK Althütte vor Ort.

Nach ersten Ermittlungen war das Gerüst ordnungsgemäß aufgebaut worden. Es stellte sich aber heraus, dass an einem Teilsegment von Unbekannten sowohl die Plattform als auch das Geländer und die Verstrebung entfernt und durch eine Diele ersetzt worden waren. Vermutlich geschah dies von einem Mitarbeiter anderer dort gerade beschäftigten Firmen, um mit einem größeren Gegenstand durch die Garage ins Gebäude gelangen zu können. Die fehlenden Gerüstbauteile wurden an der Baustelle abgelegt, also nicht entwendet. Die Diele überbrückte als lose Auflage das fehlende Segment. Als sich die drei Gipser auf einem anderen Gerüstsegment befanden, knickte das Gesamtkonstrukt aufgrund der Instabilität zur Seite ein. (Quelle: BKZ-Online)