Am Samstag wurde die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr Althütte bei einem schweren Verkehrsunfall beim Bauhof auf die Probe gestellt.

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Von Alexander Jelinek

Althütte. Ein Verkehrsunfall – 3 beteiligte Fahrzeuge. Gegen 14:00 Uhr ging bei der Freiwilligen Feuerwehr Althütte der Alarm ein: Beim Bauhof hat sich ein Verkehrsunfall ereignet. Zwei Fahrzeuge sind aufeinander gefahren, die Insassen teilweise schwer verletzt und eingeklemmt. Im weiteren Verlauf konnte ein dritter Verkehrsteilnehmer nicht mehr bremsen und fuhr auf die bereits verunfallten Fahrzeuge auf, überschlug sich. Ein entsprechendes Durcheinander fanden dann auch die ersten Retter an Ort und Stelle vor. Die Feuerwehr rückte mit 4 Fahrzeugen und 25 Mann an. Um die schnelle Versorgung der verletzten Personen zu gewährleisten, wurde die Ortsgruppe des Roten Kreuz gleich mit alarmiert.

Zu Beginn des Einsatzes war noch nicht bekannt, welche Maßnahmen erforderlich wären und ob es sich um eine Rettungs- oder Bergungsmission handelt. Schnell jedoch war klar, dass alle Insassen den Aufprall überlebt haben. Daher begannen die Männer der Feuerwehr, die Insassen zu befreien und an die Helfer des DRK zu übergeben. Da ausreichend Einsatzkräfte vor Ort waren, konnte der Einsatzleiter und stellvertretende Kommandant der Wehr, Jens Wüst, jedem Fahrzeug genügend Retter zuteilen. Deshalb konnten die Arbeiten parallel und damit schneller erledigt werden. So waren dann auch nach kurzer Zeit alle Personen befreit.

Dass im Laufe der Rettungsarbeiten ein Fahrzeug in Brand geriet, konnte die Retter ebenso wenig beeindrucken wie die auslaufenden Betriebsstoffe, denn die nicht direkt an der Rettung beteiligten Kameraden hatten die Situation voll im Griff. Der Brand wurde vom bereit stehenden Sicherungstrupp gelöscht, die auslaufenden Betriebsstoffe gebunden. Um zu verhindern, dass Öl oder Treibstoff in das Kanalisationsnetz eindringt, dichtete die Feuerwehr die umliegenden Kanaleinläufe mit Dichtkissen ab. Bei dieser Technik wird der Kanal mit einem Luftkissen sozusagen verkorkt.

Durch das gute Zusammenspiel aller beteiligten Organisationen konnte der Einsatz dann auch recht schnell beendet und die Unfallstelle geräumt werden.

Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig eine gut ausgebildete und ausgestattete Feuerwehr ist.

Allen Ortskundigen, die sich nun fragen, wie es an dieser Stelle zu einem solchen Unfall kommen konnte sei gesagt, dass es sich natürlich um eine Übung handelte.

Die Feuerwehr Althütte probt den Ernstfall zweimal jährlich am realen Objekt. Einmal ist Zeit und Ort der Übung bekannt – die so genannte Hauptübung – einmal handelt es sich um eine Alarmübung, bei der erst beim Eintreffen am Einsatzort bekannt wird, dass es sich um eine Übung handelt. Bei dieser Übungsart sind die Bedingungen realer, denn der Feuerwehrmann weiß nicht was ihn erwartet – der Einsatz ist für ihn also zunächst echt.

Wüst zeigte sich zufrieden mit dem Ablauf der Hauptübung. Ausgedacht hatte sich dieses Horrorszenario Kommandant Martin, vorbereitet hatte es Ralf Hansal, ebenfalls stellvertretender Kommandant. Auch Bürgermeister Sczuka war von der Leistungsfähigkeit „seiner“ Wehr überzeugt. Zahlreiche Zuschauer, darunter auch Stefan Staib, der einen  Abschleppservice im Auftrag zahlreicher Automobilclubs und Versicherer betreibt, zeigten sich beeindruckt. Staib, der der Feuerwehr die Fahrzeuge unentgeltlich für die Übung zur Verfügung gestellt hatte, sagte im Verlauf der Übung, dass er froh sei, dass die Retter für den Ernstfall so gut ausgebildet sind. Durch seine Arbeit wird er oft selbst mit Verkehrsunfällen konfrontiert und kann einschätzen, welche wertvolle Arbeit hier geleistet wird.

Der Einsatzleiter des Deutschen Roten Kreuzes fasste den Einsatz so zusammen: Die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr funktionierte wieder hervorragend. Bei diesem Einsatz hatten wir 10 Mann und zwei Fahrzeuge vor Ort. Die Versorgung der verletzten Personen hat schnell und reibungslos geklappt.

Die nächste Hauptübung der Feuerwehr findet am 26.09.2009 statt, die Bevölkerung ist jetzt schon herzlich eingeladen als Zuschauer die Arbeit der Feuerwehr kennenzulernen! (Quelle: bkz-online)